Prävention von Missbrauch und Gewalt

04.04.2011 - 00:00

Seit April 2011 arbeitet ein abteilungsübergreifendes Team im Auftrag der Geschäftsführung an der Erstellung eines Präventionskonzeptes.

Immer wieder gibt es Berichte über Missbrauchsfälle in kirchlichen, öffentlichen oder privaten Einrichtungen für Kinder und Jugendliche. Oft wird dieses Thema tabuisiert, nach dem Motto: „Bei uns doch nicht!“. Gewalt, sexuelle Übergriffe und Vernachlässigung gibt es jedoch auch an scheinbar sicheren Orten.

Als Einrichtung, die sich dem „Dasein für Kinder und Jugendliche“ widmet und deren wichtigste Aufgabe der Schutz des Kindeswohls ist, wollen wir die Augen vor diesem Thema nicht verschließen. Der Geschäftsführung ist bewusst, dass Missbrauch – in welcher Form auch immer – auch in unserer Einrichtung nicht ausgeschlossen werden kann. Mit diesem Projekt wollen wir Missbrauch schon im Vorfeld verhindern bzw. mit tatsächlichen Verdachtsfällen professionell umgehen. Wir wollen die Auseinandersetzung damit fördern und Bewusstsein für heikle Situationen schaffen.

Ziele des Projekts

In erster Linie wurden präventive Maßnahmen erarbeitet, wie Ablaufpläne für Verdachtsfälle, z.B. bei Anschuldigungen gegen MitarbeiterInnen, für beobachtete Vorfälle zwischen den Kindern/Jugendlichen, usw. Ein weiteres Anliegen liegt in der Sensibilisierung der MitarbeiterInnen für die Vielschichtigkeit dieser Thematik. Das Konzept berücksichtigt alle denkbaren „TäterInnen-Opfer-Konstellationen“ innerhalb der Einrichtung und bezieht diese auf mehreren Ebenen mit ein: Organisationsentwicklung, Personalentwicklung und -führung, Teamentwicklung und natürlich die Ebene der konkreten Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Am 16.2.2012 stand unser Symposium unter den Titel: Prävention von Missbrauch und Gewalt im Alltag der Erziehungshilfe: /symposium2012