Ergotherapie und Logopädie

18.02.2019 - 08:47

Ergotherapie und Logopädie werden im Diakonie Zentrum Spattstraße intern für Kinder/Jugendliche in folgenden Bereichen angeboten:

  • Kindergarten für Dich und Mich
  • Heilpädagogische Kindergruppen
  • Heil- und Sozialpädagogische Tagesgruppe
  • Wohngruppe Challenge (Ergotherapie)
  • Wohngruppe Kaya (Ergotherapie)

Der therapeutische Prozess besteht aus Eingangsdiagnostik, multiprofessionellem Austausch im Team, Beratung, Therapie und Evaluation des Prozesses im Team.

Logopädie

Die Logopädin macht sich zu Beginn ein Bild des Sprach- und Sprechvermögens eines Kindes. Dies geschieht meist durch Beobachtung beim Spielen. So kann festgestellt werden, ob und wie das Kind Interesse an seiner Umgebung sowie an den Personen in seiner Nähe zeigt und wo etwaige Defizite liegen. Die nachfolgende Therapie zielt darauf, beim Kind Interesse für seine Umwelt zu wecken, ihm sprachentwicklungsfördernde Spiel- und Interaktionsmöglichkeiten zu zeigen und es zu bestärken, sich Sprache als Werkzeug anzueignen, um bestimmte Reaktionen bei seinem Gegenüber zu erzielen. Das Spiel ist dabei ein zentrales Element. Spielerische Übungen zur Förderung der sprechrelevanten Motorik gehören ebenso dazu wie Lieder und Reime zur Übung von Lauten und Wörtern. Für jedes Kind wird ein individueller Therapieplan erstellt. Die erlernten Übungen und Spiele sollen zudem auch zuhause weitergeführt werden, um die Erfolgsaussichten der Therapie zu steigern.

Schwerpunkte der logopädischen Therapie sind zum Beispiel: Unterstützung beim Spracherwerb, Aufbau von Kommunikationsstrukturen, richtige Lautsprachentwicklung, Satzbau, Förderung der Mundmotorik, Wahrnehmungsförderung (akustisch), Spielentwicklung
Eine Logopädin bietet im Diakonie Zentrum Sapttstraße kostenfreies Legasthenietraining an - möglich macht es eine Unternehmenskooperation der Diakonie Österreich. Legasthenietherapie ist in Österreich bislang noch nicht als eigenständiges Therapieangebot über die Krankenkassen abrechenbar. 

Ergotherapie

Ergotherapie wird bei Kindern eingesetzt, die in ihrer körperlichen, geistigen oder sozialen Entwicklung gegenüber Gleichaltrigen beeinträchtigt sind oder Probleme in der Handlungsfähigkeit, beim Spiel- und Lernverhalten (Lern-, Teilleistungsstörungen) oder der Alltagsbewältigung haben, außerdem bei Kindern, die auf ihre Mitmenschen und ihre Umwelt mit übermäßiger Angst, Aggression, Abwehr oder Passivität reagieren. 

Schwerpunkte der Ergotherapie sind zum Beispiel: Grob-, Fein- und Graphomotorik, Körperkoordination, Wahrnehmungsförderung, Handlungsplan und Alltagshandlungen, Spielentwicklung, Steigerung von Ausdauer, Konzentration und Gedächtnisleistungen, Kreative Tätigkeiten (sozioemotionale Entwicklung)

Psychomotorikgruppe

Eine Ergotherapeutin und eine Logopädien bieten gemeinsam eine Psychomotorik-Gruppe an. Kinder aus dem Kindergarten für Dich und Mich und deren Mamas lernen dabei spielerisch. Auf einem Rollbrett kann man viel bewegen. Sitzend, liegend, stehend, rollend, rutschend, schiebend. Wer sich mit einem Rollbrett beschäftigt, der spürt den Reiz der Bewegung, den Antrieb aus eigener Kraft und die unmittelbare Körpererfahrung. Die Wahrnehmung des eigenen Körpers durch spielerisches Verhalten ist ein Kernelement von Psychomotorik. Denn Lernen, Wahrnehmung und Bewegung sind eng miteinander verbunden.