Symposium: Verbindung hergestellt ?! Frühe Bindungserfahrungen als Grundstein für soziale Integrationsfähigkeit und Lernen

26.01.2012 - 14:00 bis 27.01.2012 - 18:00

Jeder Mensch entwickelt aufgrund frühkindlicher Erfahrungen mit engen Bezugspersonen bestimmte Bindungsmuster.

Ergebnisse der Hirn- und Verhaltungsforschung in den letzten Jahrzehnten bestätigen den Zusammenhang dieser Bindungserfahrungen mit der Gehirnentwicklung des Kindes.

Sichere Bindung, Zuwendung und Zärtlichkeit in der frühen Kindheit fördern Hirnwachstum und somit Lernen, Ausdauer und soziale Kompetenzen. Vernachlässigung, Traumata und unsichere Bindungen hemmen das Lernen, machen Angst und erschweren soziale Beziehungen.

"Mittels Liebe und Fürsorge lernen Kinder sich in unserer Gesellschaft zurechtzufinden. Ohne diese Liebe und Fürsorge indes werden sie in ihrer Entwicklung beeinträchtigt, verwahrlosen und verpassen nicht selten die Chance zu selbständigen Mitgliedern unserer Gesellschaft heranzuwachsen" (Posititonspapier der GAIMH – German Association of Infant Mental Health)

Mit diesem Symposium zeigen wir, welche Auswirkungen unterschiedliche Bindungserfahrungen von Kindern und Jugendlichen auf die Arbeit von PädagogInnen, TherapeutInnen, FrühförderInnen, ÄrztInnen haben. Gleichzeitig sollen Schutzfaktoren für die kindliche Entwicklung aufgezeigt werden und die Chancen und Interventionsmöglichkeiten für das gesamte heilpädagogische Spektrum beleuchtet werden. Nur durch einen Mehrwert von Beziehungsgestaltung in Frühförderung, Kindergarten, Schule, Hort und Therapie kann Lernen gelingen.

Die heilpädagogische Gesellschaft Oberösterreich, die pädagogische Hochschule Oberösterreich, das Diakonie Zentrum Spattstraße und weitere Kooperationspartner freuen sich, die namhaftesten Experten des deutschen Sprachraums zu diesem Thema (Joachim Bauer, K.H. Brisch, H. Julius) in Linz begrüßen zu dürfen.