Volle Erziehung

Der Begriff "Volle Erziehung" stammt aus dem aktuellen Kinder- und Jugendhilfegesetz.

Nicht alle Problemlagen können durch mobile Betreuung aufgefangen werden. Wenn die familiären Ressourcen und Kompetenzen nicht ausreichend gestützt werden können, ist eine Betreuung eines Kindes außerhalb der Familie der beste Weg, um seine Entwicklungschancen zu wahren. Dafür bieten wir unsere sozialpädagogischen Wohngruppen an. Das sind familienähnliche Wohngruppen, die meist rund um die Uhr durch sozialpädagigisches Fachpersonal – möglichst in Kooperation mit der Herkunftsfamilie – betreut werden.

Ziel der Vollen Erziehung ist es, die Kinder und Jugendlichen in ihrer Entwicklung bestmöglich zu fördern, traumatische Erlebnisse und die vielfältigen Ausdrucksformen von sozialen Störungen zu bearbeiten, Sicherheit zu gewähren und – sofern eine Rückführung in die Familie nicht möglich ist, sie auf ihrem Weg in die Verselbständigung zu begleiten und zu unterstützen.

Wir können intern eine große Palette an Leistungen zusätzlich zur Verfügung stellen

  • medizinische und klinisch-psychologische Diagnostik,
  • Therapie: Psychotherapie, Familientherapie, Ergotherapie, Logopädie,...
  • durchgängige sozialpädagogische Betreuung, ohne dass die Kinder und Jugendlichen in eine andere Einrichtung wechseln müssen,
  • Individuelle Tagesstruktur.
Im Rahmen der Vollen Erziehung bieten wir

Im jungen Erwachsenenalter werden wichtige Weichen für die Zukunft gestellt. Doch der Übergang zur Verselbständigung (Wohnung, Arbeit, Partnerschaft ...) ist mitunter schwer. Jugendliche mit schwieriger Lebensgeschichte brauchen dabei Begleitung und Betreuung . Denn auch in einer Familie endet die Fürsorge und Unterstützung nicht einfach mit dem 18. Geburtstag. Wir fordern daher ein Recht auf Betreuung büer das 18. Lebensjahr hinaus. Diese Begleitung wirkt stark präventiv und beugt Abstürzen vor.